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EDITORIAL |
»Von nichts wimmelt unsere Zeit so sehr als von Aesthetikern.« Nein, kein ZEIT-Zitat, sondern Jean Paul 1804. Doch scheint seine damals eher ironische Bemerkung erst heute zur vollen Wirklichkeit geworden zu sein. Ästhetik beherrscht unser alltägliches Leben: Die Waren sind schön und ansprechend gestaltet, Innenstädt erhalten ein »face-lifting«, selbst Großbanken schmücken die vielen Etagen ihrer Hochhäuser mit bildender Kunst. Kurz: In unserer Mediengesellschaft geschehen die Ereignisse nicht mehr, sie werden inszeniert....
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